Logopanda

Frequently Asked Questions - Bambusprodukte

FAQs - Bambusprodukte

Der Bambus hat sich weltweit den unterschiedlichsten ökologischen Bedingungen angepasst: Der Bambusgürtel zieht sich durch die tropischen bis gemäßigten Zonen rings um den Globus, von 45 Grad nördlichen bis 45 Grad südlicher Breite und bis zu einer Höhe von 3500 Metern.

Unsere Produkte werden aus chinesischem Höhenlagen-Bambus gefertigt. Diese Bambussorte hat die beste Dichte und Stabilität für außenbereichstaugliche Bambusprodukte.

Die Bambussorte, die wir für unsere Produktionen verwenden, steht nicht auf der Speisekarte des Pandas. Pandas essen mehr ca. 30 verschiedene Sorten Bambus, keine davon wird in unserer Produktion eingesetzt.

Natürlich haben Bambussorte und Klima der Anbauregion einen direkten Einfluss auf die Schnelligkeit des Wachstums der Pflanze. Über den Daumen benötigt unser Bambus fünf Jahre bis er erntereif ist. Im ersten Jahr wächst er sehr rasch in die Höhe und erreicht hier in kurzer Zeit ein beachtliches Höhenwachstum von ca. 18-25 Metern, in den kommenden Jahren verfestigt sich und „verholzt“ das Bambusrohr nach innen.

Durch das ausufernde Wurzelsystem, wächst der Bambus ständig nach und durch das Ernten eines Bambusrohres, stirbt nicht die ganze Pflanze ab. Dies ist wohl der wesentlichste Unterschied zum Holz, bei dem der Baum durch das Fällen komplett abstirbt. Hölzer benötigen je nach Sorte zwischen 10 und 80 Jahren, bis sie erntereif sind. Bambus kann in der gleichen Zeit die mindestens 20-fache Menge an Material hervorbringen, wie Holz. Denn: Bambus legt jährlich zwischen 10-30 % an Biomasse zu, bei Holz/ Bäumen beträgt dieser Wert lediglich 3-5 %. Ein Hektar Fläche Bambuswald bring also ein Vielfaches an verwertbarem Material hervor, das auf einem Hektar Baum-Wald produziert werden kann.

Die Eigenschaft sich schnell zu reproduzieren, ist wohl die bedeutendste des Bambusgewächses: Es wächst als Gras heran und ist nach unserem Produktionsprozess härter als viele tropische Harthölzer. Die Bambuseigenschaft hilft, riesige Flächen an tropischen Wäldern erhalten.

Bambus absorbiert CO2 und produziert ca. 35% mehr Sauerstoff als Laubbäume.

Bambuswälder werden nicht gerodet. Jedes Jahr werden gezielt ca. 20% des Bestandes entnommen, die Pflanzen sterben durch die Ernte nicht ab, sondern bleiben erhalten. Durch das unterirdische Wurzelwerk – die Rhizome – wächst die Pflanze weiter und bildet neue Triebe. Diese sind wiederum nach ca. 5 Jahren erntereif.

Gegen den Einsatz von Tropenhölzern spricht eine Reihe von Gründen:

Tropenhölzer stammen oft aus unsicheren Quellen – meist ist die Herkunft aus nachhaltig beforsteten Regionen nicht sicher. Trotz Einfuhrkontrollen und Vorschriften, ist der illegale Einschlag und das bewusste Vernebeln und Vertuschen der Herkunft immer noch gang und gebe. Auch für nachhaltig erzeugtes Tropenholz werden oft Flächen natürlich gewachsenen Regenwaldes gerodet, um in Zukunft als Monokultur unseren Hunger nach Tropenhölzern zu befriedigen. Diese „schnellwachsenden“ Tropenhölzer sind auch längst nicht so langlebig, wie wir es generell vom Tropenholz eigentlich erwarten und vom „klassisch“ gewachsenen Tropenholz (also im Lauf von mehr als 80 Jahren) kennen.

Durch die sich verringernden Flächen in den tropischen Wäldern, verlieren viele Tiere und Pflanzen ihre angestammten Lebensräume und sterben im schlimmsten Fall aus.

Nun bleibt die Überlegung bei uns heimische Hölzer einzusetzen, z.B. die Douglasie. Die Douglasie ist ein rustikales Nadelholz und erfordert oft eine Handauswahl der Planken. Bei minderwertigen Qualitäten fallen Astlöcher heraus, verzieht sich das Holz stark, treten Risse auf und Harz aus das Material oder splittert.

Bambus ist wesentlich homogener im Material, hat keine Schwächungen im Bereich von Astlöchern, da diese nicht vorhanden sind. Es gibt auch keine Harze im Gras und ein starker Verzug der Planken findet nicht statt. Bambus ist insgesamt viel formstabiler als die Douglasie.

Eiche kommt da schon eher in Betracht, wenn man ein langlebiges aussenbereichstaugliches Material sucht. Dennoch: Auch Eiche verwindet, quillt und schwindet stärker. Bambus ist im Vergleich auch ca. 38% härter.

Wir erläutern unseren Produktionsprozess detailliert und bebildert in unserem „Planungshandbuch Bauen mit Bambus“, ab Seite 8.

Grob gesagt, schieben wir den Bambus durch eine Art vertikal stehenden „Apfelschneider“, so dass die Rohre in lange Leisten aufgespalten werden. Diese Leisten werden allseitig gehobelt und miteinander verklebt. Aus diesem Rohmaterial entstehen dann unsere Produkte.

Der stabverleimte Bambus besteht aus dem reinen Bambus, da hier einzelne Leisten aus dem Bambusrohr miteinander verklebt werden. Beim faserverpressten Material wird das Rohr aufgespleisst und, ähnlich der Spanplattenproduktion, unter Druck und Leimzugabe miteinander verpresst.

In unserem „Planungshandbuch Bauen mit Bambus“, ab Seite 12, vergleichen wir die Materialien ausführlich und erläutern die jeweiligen Eigenschaften.

Unsere Bambusprodukte enthalten kein Formaldehyd, es entstehen also keine giftigen Ausgasungen.

Nein, es wird ein klassischer, aussenbereichsgeeigneter Leim eingesetzt, ähnlich dem deutschen D4.

Unsere Bambusprodukte haben – bei sachgerechter Pflege – eine Haltbarkeit verglichen mit tropischen Harthölzern. Auf die patentierte Verleimung geben wir 10 Jahre Gewährleistung.

Unsere Terrassendielen aus stabverleimtem Bambus haben eine ca. 38% größere Härte als Eiche.

Bambus wird eher heller, als dass er vergraut. Wir empfehlen, in regelmäßigen Abständen die Bambusoberfläche zu reinigen und zu ölen, so dass die natürliche Farbe, bzw. der gewünschte Farbton weitestgehend erhalten bleibt und die Nutzfläche angenehm geschmeidig bleibt.

Der Bambus sollte mindestens jährlich grundgereinigt und geölt werden. Siehe: "Verlegeheinweise für Bambusterrassen"

Wir empfehlen ausschließlich die Öle der Firma Koralan – Holzöl Spezial. Koralan bietet eine umfangreiche Farbkarte für dieses Öl, so dass unser Bambus auch farbig gestaltet werden kann.

Sollte ein anderes Öl zur Pflege eingesetzt werden, erlischt unsere Gewährleistung.

Unserer Outdoor-Produkte sind natürlich wasserfest. Sie sollten jedoch regelmäßig auch wieder komplett austrocknen. Die Bambusprodukte werden im Produktionsprozess gegen Schimmel- und Pilzbefall ausgerüstet. Das bedeutet, dass sie der Witterung optimal standhalten.

S. Planungshandbuch Bauen mit Bambus S. 13

Die Produkte sind herstellerseitig FSC-zertifiziert

Definitiv nein. Im Gegenteil- unsere Substanzen sind sogar amtlich für lebensmitteltauglich erklärt worden.

Produkte aus stabverleimtem Bambus könnten prinzipiell bis 12 m Länge hergestellt werden – das Limit stellt hier eher die Transportmöglichkeit dar.

Ab min. 300 qm Projektvolumen können auch Sonderlängen hergestellt werden. Bitte rechnen Sie ca. 10-12 Wochen für Produktionszeit und Transportweg ein.

Bei der Beantwortung dieser Frage gehen die Meinungen und Empfindungen weit auseinander: Es gibt eine Studie des österreichischen Institutes für Holztechnik, nach der glatte Dielen sicherer sind, wenn ein vernünftiges Gefälle zur Vermeidung von "stehenden Wasserflächen" eingebaut ist. Dieser Test bezieht sich jedoch auf Holz, an dem - im Gegensatz zu Bambus - eher Moose und organische Materialien anhaften können und dadurch rutschige Flächen verursachen.

Letztendlich bleibt der persönliche Geschmack, der entscheidet, welche Oberfläche gefällt.

Unser Bambusmaterial ist sehr homogen, liegt formstabil und und quillt und schwindet unter 1%.,

Weder noch. Bambus ist ein Gras, hier gibt es weder Gerbsäuren noch Harze.

Wobei Menschen, die auf Gräser allergisch reagieren, durchaus auch auf blühende Bambuspflanzen reagieren, gibt es für Allergien gegen fertige Bambusprodukte derzeit keine Hinweise.

Es sollten mindestens 2% Gefälle - vom Gebäude abgewandt, bzw. über die gesamte Fläche der Terrasse, eingeplant werden.

Bei einer glatten Oberflächenstruktur kann das Material sowohl parallel aus quer zum Gebäude verlegt werden. Wird Material mit geriffelter Oberfläche verarbeitet, sollte eine Verlegung möglichst vom "Gebäude weg" erfolgen, um einen bestmöglichen Feuchteablauf zu gewährleisten.

Tipps zur Verlegung und zum Aufbau von Terrassen, geben wir hier: "Verlegeheinweise für Bambusterrassen"

Hier gelten dieselben Vorgaben wie bei Holz. Rahmenbauweise inclusive. 45cm (max 50cm) lichter Abstand zwischen der Unterlattung.

Ohne weiteres, da unser Material glatt aufliegt und nur gering quillt und schwindet.

Fassadenverkleidungen sind ein komplexes Thema und sollten ausschließlich von Fachleuten (Zimmerer, Tischler) angebracht werden. Eine nicht fachgerecht geplante und montierte Fassade kann zu nicht abschätzbaren und auch langfristigen Schäden eines Gebäudes führen. und die

Ansonsten unterliegt die Verarbeitung von Bambusfassaden den gleichen Vorgaben wie der
Holzverarbeitung.

Sowohl für Fassade als auch für die Befestigung von Terrassendielen und anderen Bambus-Bauteilen, müssen mindestens VA-Schrauben eingesetzt werden. Diese „Edelstahl“-Schrauben haben die Eigenschaft, nicht zu rosten.

Die heute gebräuchliche Legierung mit der Bezeichnung V2A bei Schrauben, hat für die meisten Anwendungen mit Bambus optimale Qualität. Nur in Kontakt mit evtl. chlorhaltigen Pools muss sicherheitshalber auf die V4A-Schraube zurückgegriffen werden.

Werden Edelstahlelemente oder Edelstahl-Schrauben allerdings mit Werkzeugen verarbeitet, die aus herkömmlichem Stahl gefertigt sind, kann – muss nicht aber kann - der Abrieb dieser konventionellen Werkzeuge haften bleiben und rosten. Dieser sogenannte Fremdrost kann neben der optischen Beeinträchtigung auch konstruktive Schäden verursachen. Beim Einsatz von Edelstahl-Werkzeug kann dieser Fremdrost verursachende Abrieb verhindert werden.

Eine Vorbohrung muss aufgrund der Härte unseres Materials grundsätzlich erfolgen. Hierbei gilt die "Daumenregel", dass der Bohrer mind. einen halben mm kleiner im Durchmesser sein soll als das Gewinde der zu  verarbeiteten Schraube. Ein zufriedenstellendes Ergebnis erfolgt nur mit gehärteten Holzbohrern incl. Zentrierspitze.

Powered by Freestyle FAQs